Maria Baumgärtle

 
Kirchensanierung in Maria Baumgärtle

Der neue Altar krönt das Projekt

Bischof Erwin Kräutler weihte in Maria Baumgärtle Altar und Ambo – von Josef Hölzle

Bischof Erwin Kräutler weihte in der Wallfahrtskirche Maria Baumgärtle den neuen Altar und Ambo. Rektor Pater Alois Schlachter half bei der symbolischen Beweihräucherung.

Einen glanzvollen Tag erlebten der Wallfahrtsort Maria Baumgärtle und das Missionshaus der Missionare vom Kostbaren Blut“ anlässlich der Weihe eines neuen Altares in der Wallfahrtskirche. Diese nahm Ordensbruder Bischof em. Erwin Kräutler vor, der als „Amazonas-Bischof“ weltbekannt ist. Die Entscheidung für einen neuen „Volksaltar“ und Ambo gründete auf der vor etwa einem Jahr abgeschlossenen Sanierung und Renovierung der Wallfahrtskirche „Mariä Opferung“. Mit Unterstützung von Ruth Liehr vom Bauamt der Diözese Augsburg wurde nach längerem Abstimmungsprozess schließlich ein Entwurf gefertigt, der ausgehend von der „Wallfahrt“, das Wort und Motiv „Zusammenkommen“ ausdrückte. Dieses zeigt sich nunmehr in Stein gemeißelt in den verschiedenen Säulen unter der Mensa (=Tischplatte) des Altars. Ausgeführt hat den Altar und den neuen Ambo der Augsburger Steinmetz Florian Freyer. Als Material verwendete der Künstler Donaukalk aus einem Steinbruch in Bulgarien. Mit der Aufstellung dieser liturgischen Stätten in der Wallfahrtskirche schloss also die gesamte Baumaßnahme ab, was nun mit einem Dankgottesdienst und mit der beeindruckenden Altarweihe gefeiert wurde.

Einzelheiten zur Bedeutung des Altars
Eine stattliche Zahl von Geistlichen zog zusammen mit Bischof Kräutler unter dem Brausen der Orgel in die vollbesetzte Wallfahrtskirche ein. Rektor Pater Alois Schlachter begrüßte die vielen Kirchgänger und besonders auch „Mitbruder Bischof Erwin“ aus Brasilien. Nach der Segnung des neuen Ambo erklärte Bischof Kräutler den Gläubigen die Bedeutung eines Altares und den Sinn der Weihe. Der Altar als Tisch sei ein Zeichen der Gemeinschaft. und drücke die Zusammengehörigkeit aus. Er zeige, dass wir als Brüder und Schwestern alle gleich sind und dass Gott unter uns sei. Während der Altar bei der Eucharistiefeier die Gegenwart Gottes ausdrücke, symbolisiere daneben der Ambo die Gegenwart Gottes in seinem Wort. Folglich gehörten Altar und Ambo zusammen als wichtige Elemente einer Messfeier.

Nach dem Absingen einer Litanei wurden nach altem Brauch Heiligen-Reliquien am Fuß des Altares eingesetzt. Es sind Reliquien des heiligen Ordensgründers Kaspar del Bufalo und der „Regions-Heiligen“ Kreszentia von Kaufbeuren. Danach folgte nach altem Ritus die Weihe des Altares durch den Bischof in mehreren Schritten. Sie begann mit der Salbung des Altartisches mit Chrisam. Die Salbung bedeute Trost und Stärke, die – so die Erklärung – ausströmen über dem Altar und über die ganze Kirche.

Eindrucksvolle Musik von trompete und Orgel
Die danach folgende Beräucherung durch Weihrauch sollte das Fürbittgebet der Heiligen andeuten. Nach dem Erlöschen der kleinen Feuerchen wurde die Altarplatte gereinigt und der Altar für die erste Eucharistiefeier vorbereitet. Den Festgottesdienst zelebrierte Bischof Kräutler – assistiert von Diakon Anton Schedel aus Memmingen und umgeben von zahlreichen Mitbrüdern und Geistlichen. Musikalisch wurde die Messe eindrucksvoll begleitet von Georg Stadler an der Orgel und von Martin Geiger mit der Trompete.

Nach dem Weihegottesdienst sorgte ein Stehempfang im sonnigen Klosterhof für einen geselligen Ausklang der „Weihestunde“.



 
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