Maria Baumgärtle

 
Mutiger Einsatz für die Indios: Alternativer Nobelpreis für Bischof Erwin Kräutler

Der aus Österreich stammende brasilianische Bischof Erwin Kräutler erhält heuer einen von vier Alternativen Nobelpreisen. Damit wird sein Einsatz für die Indiovölker des brasilianischen Regenwalds ausgezeichnet.

e-kraeutlerSTOCKHOLM Die Stiftung „Right Livelihood Award“ („Preis für richtiges Leben“) würdigte gestern bei der Bekanntgabe Kräutlers lebenslanges Eintreten für die Rechte der indigenen Völker Südamerikas und sein „unermüdliches Engagement, den Urwald des Amazonas vor der Zerstörung zu bewahren“. Der Bischof, der sowohl brasilianischer als auch österreichischer Staatsbürger ist, teilt sich die Auszeichnung mit drei weiteren Preisträgern: Der nigerianische Umweltschützer Nnimmo Bassey wird ausgezeichnet, weil er „die ökologischen und menschlichen Kosten der Ölförderung“ in Afrika aufzeige. Die Selbsthilfeorganisation Sappros Nepal erhält den Preis, „weil sie selbst im Angesicht der Bedrohung durch politische Gewalt und Instabilität der Welt zeigt, wie die Mobilisierung von Dorfgemeinschaften Armut überwinden kann“. Die Organisation „Mediziner für Menschenrechte – Israel“ wird geehrt für das Eintreten „für das Recht auf Gesundheit für alle Menschen in Israel und Palästina“.

In Österreich gratulierten Erwin Kräutler mit Bundespräsident Heinz Fischer an der Spitze zahlreiche Persönlichkeiten und Organisationen. Der Bischof habe durch seinen beharrlichen Einsatz Menschen eine Stimme gegeben, die von der Gesellschaft nur allzu leicht überhört werden, sagte Bundeskanzler Werner Faymann. Kräutlers Engagement und Mut seien beispielgebend, gratulierte Außenminister Michael Spindelegger. Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz sagte, es sei bewundernswert, mit welchem Engagement sich Kräutler trotz aller Gefahren für die Ärmsten der Armen einsetze.
Quelle: nachrichten.at

FOTO: Erwin Kräutler, Bild: epa.



 
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