Maria Baumgärtle

 
Pilgerexerzitien im Hochgebirge

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zwischen Ötztal und Schnalstal vom 7.-13.Juli 2013.

„Zeige mir, Herr, deine Wege“Psalm 25,4


Ein äußerer und ein innerer Weg …

Impressionen

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Erste Station mit Impuls von Sr. Christine.

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Heilige Messe in einer Kathedrale, die ihresgleichen sucht.

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Geselliges Beisammensein auf der Similaunhütte.

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Sr. Christine liest Text von Bischof Stecher.

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Margret, P. Willi, Annette, Regina, Monika, Manfred, Sr. Christine, Elfriede, Rosi, Rosmarie, Marie-Luise, Sabrina, Hubert, Thomas, Regina.

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Auf dem Gipfel „Im Hinteren Eis“, mit 3269 m höchster Punkt des Pilgerweges.

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Unendliche Weite – unendliche Freiheit.

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Auf dem Weg zum Hochjochhospiz.

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„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind …“

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Auf dem Gipfel der Guslarpitze – 3126 müM.

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Nur wer hinaufsteigt, kann die Welt von oben sehen …

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… und da gibt es die Ahnung von einem größeren Ziel.

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Altar auf dem Gipfel der Guslarspitze.

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Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde …

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Hl. Messe auf der Guslarspitze – ein nahezu biblischer Ort.

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… und Gott sah, dass es gut war

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P. Willi und Sr. Christine
(FOTOS: Manfred Künzel, Thomas Daufratshofer, Willi Klein)

Die Eindrücke eines Teilnehmers:

Von Zeit zu Zeit braucht man einen anderen Standpunkt,
um die Welt wieder neu sehen zu können.


Unter diesem Motto machten wir uns auf den Weg; 15 Personen, am Anfang zum Teil noch Unbekannte, in unbekanntes Gelände. Schnell wurden aus Fremden Bekannte, die Motive, welche uns hier zusammengeführt hatten, waren bei allen ähnlich. Die Liebe zu Gottes wunderbarer Natur, die sich nirgends intensiver erleben lässt, als in den majestätischen Bergen. Und natürlich P. Willi Klein, den die meisten schon vorher bei verschiedenen Gelegenheiten kennenlernen durften.
Zu Beginn der Exerzitien feiern wir die Heilige Messe in der Kapelle der Rofenhöfe. Nach der Stärkung der Seele trägt das Abendessen zum Wohle des Leibes bei. Bei der anschließenden Vorstellungsrunde lernen wir auch Sr. Christine Koretic näher kennen. Ihr offenes, herzliches Wesen sowie der Umstand, dass sie ausgebildete Krankenschwester ist, lässt schnell das Gefühl aufkommen, dass wir hier in besten Händen sind.

Wir verlassen die Rofenhöfe nach einem kurzen Morgenimpuls von P. Willi. Der Weg führt zunächst bergab in Richtung Vent, um uns dann mit sanftem Anstieg, durch ein herrliches Tal, hinauf zur Similaunhütte zu bringen. Einen Teil des Weges legen wir im Schweigen zurück. Einfach mal die Ruhe genießen, den Geräuschen der Natur lauschen; den Lärm des Alltags ausklingen lassen, der so leicht die Stimme Gottes übertönt. Bei einer kurzen Rast liest Sr. Christine aus dem Büchlein „Schauen, was hinter den Bergen haust“ von Bischof R. Stecher vor. Dann geht es weiter, mit Unterhaltung oder allein im Schweigen; wie es die eigene Seele braucht. Dann, um die Mittagszeit, der Höhepunkt des Tages. Wir feiern die Heilige Messe in einer „Kathedrale“, die ihresgleichen sucht. Umgeben von über 3000 Meter hohen Bergen erhalten wir eine Ahnung der Größe Gottes. Sichtlich beeindruckt machen wir uns wieder auf den Weg. Nach einem weiteren Impuls von Sr. Christine erreichen wir die Schneegrenze. Hier zeigt sich, dass Gottvertrauen zwar wichtig ist, aber nicht alles sein darf. Jetzt kommt es auf die richtige Ausrüstung an. Dank der sehr guten Organisation durch P. Willi haben alle das Nötige dabei.
Geschafft! Das erste Etappenziel ist erreicht. Die auf 3019 m Höhe gelegene Similaunhütte. Für einige der Gruppe der höchste Punkt überhaupt, den sie bisher zu Fuß erreicht haben.
Nach dem Abendessen halten wir Reflexion. Jeder hat Gelegenheit, zu berichten, wie er oder sie den Tag erlebt hat. Die Kommentare sind durchgehend positiv. Die Eindrücke waren überwältigend. So Manchem fehlen die Worte, aber man spürt die Begeisterung. Nicht wegen der sportlichen Leistung, sondern wegen der großartigen Schöpfung die uns umgibt, die uns Gottes Liebe spüren lässt.

Der nächste Tag führt uns zunächst über steile Schneefelder, dann durch eine blühende Landschaft voller Alpenrosen hinab zum Vernagt Stausee. Unterwegs gibt es immer wieder Impulse von Sr. Christine und P. Willi. Zeiten des Schweigens und der Gespräche wechseln ebenso wie das Wetter. Sonne und Regen begleiten uns. Heute gibt es eine Abendmesse auf der Berghütte Bella Vista. Danach wieder Gedankenaustausch und schließlich geselliges Beisammensein.

Ein neuer Tag bricht an, ein neuer Weg liegt vor uns. Da das Wetter unerwartet gut und unser Weg heute sehr kurz ist, führt uns P. Willi auf den nicht geplanten Gipfel „Im Hinteren Eis“, mit 3269 m der höchste Punkt unseres Pilgerweges. Danach führt uns der Weg durch eine großartige, mit Wasserfällen durchsetzte Felsenlandschaft zum Hochjochhospitz. Hier ist unser Ausgangspunkt für den Höhepunkt der Pilgertour. Die Heilige Messe auf dem Gipfel der 3126 m hohen Guslarspitze ist für alle beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Ein nahezu biblischer Ort, der die Worte der Heiligen Schrift greifbar macht. Wir sind zutiefst berührt und spüren die Gegenwart Gottes stärker als je zuvor.
Nach diesem tiefgreifenden Erlebnis kehren wir am nächsten Tag auf einem sanft abfallenden Weg zurück zu den Rofenhöfen. Bei der abschließenden Gesprächsrunde sind sich alle einig: Es war wie eine Reise in eine andere Welt. Eine Reise, die uns näher zu uns selbst und näher zu Gott gebracht hat.

Manfred Künzel



 
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